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Jahresrückblick 2011

- Feste feiern ohne Reihern?! Reloaded 2011
Auch im Jahr 2011 hat die Fachstelle für Suchtvorbeugung interessante Angebote und Projekte durchgeführt. Dabei waren erprobte Fortbildungen wie MOVE und neue Themen wie die digitalen Medien.
Um allen Interessierten einen kleinen Überblick zu verschaffen, haben wir Zahlen, Informationen und Wissenswertes in einem Flyer zusammen gestellt. Viel Spaß beim downloaden und lesen.
"Sucht und Gehirn"

Am kommenden Dienstag, den 29.11.2011, findet bei der IHK zu Dortmund im Rahmen des Arbeitskreises Suchtgefahren im Betrieb (AK SiB) eine interesante Veranstaltung statt.
Erfreulicherweise hat sich zum Thema "Sucht und Gehirn" ein Referent zur Verfügung gestellt, der bereits im Mai während der "Aktionswoche Alkohol" für die Caritas-Suchtberatung und den Kreuzbund einen vielbeachteten Vortrag darüber gehalten hat, wie der Konsum von Alkohol unsere Hirnfunktionen beeinflusst.
Herr Dr. Peter Schlebusch ist Psychologischer Psychotherapeut im Rehabilitationszentrum Ruhrgebiet, LWL-Klinikum Dortmund. Darüber hinaus leitet er das Institut für Suchttherapie beim IPP in Bochum.
In seinem Vortrag stellt er heraus, welche Hirnstrukturen durch Rauschtrinken berührt werden, sich ein Belohnungssystem heraus bildet, dass durch vermehrtes Trinken wiederum eine Abhängigkeit begünstigen kann. Insbesondere jugendliche Konsumenten sind durch das Rauschtrinken gefährdet, weil sich das noch junge Gehirn in Entwicklung befindet. Gerade damit ist es besonders empfindlich und für Störungen anfällig.
Aber auch noch im Erwachsenenalter führt hoher Alkoholkosum zu erheblichen Beeinträchtigungen in wichtigen Bereichen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Impulskontrolle, Handlungsplanung und abstraktem Denken.
Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) hat im Oktober 2011 in einem Newsletter die alkoholbedingten Einflüsse vor allem auf das jugendliche Gehirn thematisiert. Unter "Alkoholspiegel" kann man ihn bei www.bzga.de downloaden.
"Sucht und Gehirn" beginnt um 13:00 Uhr bei der IHK, Märkische Str. 120, Dortmund. Interessierte können kostenlos teilnehmen, dazu bitte vorher per Email bei frank.schlaak@suchtvorbeugung-dortmund.de anmelden.
Doping fürs Gehirn – Machen Pillen schlauer?
Fernsehtipp des Tages
Heute Abend läuft auf ARTE um 21:45 Uhr eine Dokumentation "Doping fürs Gehirn – Machen Pillen schlauer?" zum Thema Gehirndoping:
„Zahlreiche Menschen suchen nach Möglichkeiten, den wachsenden Anforderungen ihrer Umgebung und dem steigenden Leistungsdruck in Schule und Beruf standzuhalten - auch durch Medikamente. Neuen Studien zufolge wäre ein Großteil der Menschen bereit, leistungssteigernde Pharmaka einzunehmen, wenn diese frei zur Verfügung stünden. Verheißen "Intelligenzpillen" also eine "schöne neue Welt"? Die Dokumentation unternimmt eine Reise in die geheimnisvolle Welt der Intelligenz - bis an die Grenzen ihrer Optimierbarkeit.“ (Entnommen der Inhaltsangabe von ARTE)
Weitere Informationen können Sie direkt auf der ARTE-Homepage entnehmen.
Salutogenese - ein modernes Konzept zur Gesundheit.
Salutogenese – welche Bedeutung hat dieser Begriff für die betriebliche Suchtvorbeugung? Diesen und anderen Fragen im Zusammenhang mit Suchtprävention in Betrieben ging der Arbeitskreis Suchtgefahren im Betrieb (AK SiB) bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin nach.

- Dr. Adelheid Kraft-Malycha
Was sich hinter dem Begriff Salutogenese verbirgt, welche Möglichkeiten dieses aktuelle Konzept der Gesundheitsförderung für Suchtberatung und Suchtprävention im betrieblichen Kontext bietet, beschäftigte die Mitglieder des AK SiB in der Mai – Sitzung 2011.
Die Betriebsärztin der BGN Frau Kraft-Malycha referierte zu den Inhalten und stellte die grundlegenden Gedanken dazu vor und verdeutlichte den damit verbundenen Wechsel in der Betrachtung von Krankheiten: herrscht überwiegend (noch) eine eher pathogenetische Sichtweise bei Erkrankungen vor, wird mit dem Konzept nach Antonovsky eine ganzheitliche Perspektive ermöglicht, die die Ressourcen von Menschen stärker einbezieht.
Die Frage „wie entsteht Gesundheit?“ und die Erkenntnis, dass die Grenzen zwischen Gesundheit und Krankheit fließend sind, tragen dazu bei, Ressourcen zu aktivieren, die beim Bewältigen von Krisen und Erkrankungen hilfreich sind.
Den Vortrag von Frau Kraft-Malycha finden Sie hier.

- Frank Schlaak
Danach zeichnete Frank Schlaak von der Fachstelle für Suchtvorbeugung anhand des „Modells der Verhaltensänderung“ nach Prochaska und Di Clemente nach, wie sich Veränderungen von Menschen mit Suchtproblemen vollziehen und welche Rolle dabei personale Ressourcen spielen. Das Modell ist inzwischen sehr populär in der Gesundheitsförderung; es lässt sich hervorragend mit dem Ansatz der Salutogenese und der Motivierenden Gesprächsführung (Miller, Rollnick) verknüpfen.
In der Fortbildung „MOVE – Motivierende Kurzintervention für konsumierende Jugendliche“ wird es als zentraler Bestandteil verwendet.
Das Modell der Verhaltensänderung ist sehr gut übertragbar auf die Förderung des Nichtrauchens, der Veränderung des Alkohol- und Cannabiskonsums und prinzipiell immer dann, wenn „Veränderung“ angezeigt ist.
Suchtgefahren im Betrieb
Der Arbeitskreis "Suchtgefahren im Betrieb" (AK SiB) – ein Netzwerk kommunaler PräventionSie sind interessiert an Fragen betrieblicher Suchtvorbeugung? Sie suchen Ansprechpartner und Kontakte, die hilfreich sind bei der Gesunderhaltung Ihrer Mitarbeiter?
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Bericht aus dem Treffpunkt "Frauen und Sucht"
Am 27. März 2012 referierte die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Frau Bindhu Markil aus der LWL Klinik in Dortmund, zum Thema „Folgen und Risiken von Medikamentenkonsum“. Neben aktuellem Zahlenmaterial und Statistiken ging es vor allem darum, Wirkungsweisen von Schmerzmitteln, Schlafmitteln und psychotropen Medikamenten, deren Einsatzmöglichkeiten und Folgeerscheinungen zu charakterisieren.
Eine lebhafte Diskussion gab es zu der Frage „Ab wann ist der Medikamentenkonsum riskant?“ Gerade im Hinblick auf Hintergründe, Diagnosen und Verbreitung von riskantem Medikamentenkonsum wurde deutlich, dass weit mehr Frauen als Männer betroffen sind und der riskante Einsatz von Medikamenten oft erst sehr spät für das Umfeld deutlich wird. Im Vergleich zu bspw. Alkohol können psychisch wirksame Medikamente viel länger die „Funktionsfähigkeit“ im Alltag gewährleisten, ohne dass es zu Auffälligkeiten kommt.
Weitere Informationen finden Sie in der PowerPoint Präsentation von Frau Markil.
