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29.10.2015
12:11

Deutsch-türkische Jugendaustauschwoche zum Thema Sucht

Die Jugendaustauschwoche ist ein Projekt der internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte (IBB) in Kooperation mit türkischen Einrichtungen in Mugla und Denizli.

Nach dem Prinzip des Schüleraustauschs besuchen sich jeweils 15 türkische und deutsche Jugendliche gegenseitig in ihren Heimatländern, um dort über ein bestimmtes Thema Informationen zu sammeln, Vergleiche zu ziehen und sich auszutauschen. Begleitet und organisiert wird dies von Mitarbeitern der Kooperatoren in Deutschland und der Türkei.

Die Themen gestalten sich ganz unterschiedlich. 2014 ging es um das Thema Behinderung. Dafür wurden verschieden Einrichtungen im Bereich der Behindertenhilfe besucht und es fanden Interviews mit Pädagogen und Sozialarbeitern statt. Außerdem wurde ein Aktionstag veranstaltet, bei dem die Jugendlichen durch das Verbinden ihrer Augen in die Lage eines Sehbehinderten versetzt wurden. Dies hatte zum Zweck, die Welt für eine gewisse Zeit mit anderen Sinnen wahrzunehmen.

Im August 2015 fand die Jugendaustauschwoche unter dem Thema Sucht und Abhängigkeit, mit dem Fokus auf die Suchtprävention im Vergleich Deutschland und Türkei, statt. Auffällig unterschiedlich sei, so einige Jugendliche aus Mugla und Denizil, das in ihrer Heimat kaum eine staatliche Behandlung und Unterstützung von Drogenabhängigen gewährleistet ist.

„Es gibt Vereine, die sich mit der Problematik befassen und staatlich gefördert werden, aber die privaten Institutionen bieten wesentlich mehr Möglichkeiten und Hilfen bei uns in der Türkei“ so Neslihan, eine Teilnehmerin des Projekts.

In der Schule findet, laut der Jugendlichen, keine informative und aufklärende Arbeit zu diesem Thema statt.

„Wir würden gerne mit Rauschbrillen arbeiten und Präventionsprojekte für Jugendliche anbieten. Die Problematik mit Zigaretten, Alkohol, Cannabis, Klebstoffschnüffeln, aber vor allem das Rauchen der Kräutermischung Bonzai ist bei uns zu Hause ein großes Problem!“ kommentierte Ziya, ein weiterer Teilnehmer des Projekts.

Der Besuch verschiedener Suchthilfeeinrichtungen in ganz NRW schaffte neue Perspektiven und Anregungen, sich mit dem Thema Sucht und Prävention auseinanderzusetzen.

Annemarie Skubch und Sarah Schlüter von der Fachstelle für Suchtvorbeugung in Dortmund berichteten in einem 3-stündigen Projekt im Adolph Kolping Haus über wissenswerte Fakten zum Thema Substanzen, deren Wirkungen und Risiken sowie über Daten und Zahlen zur Abhängigkeit in Deutschland. Anschließend konnten die Jugendlichen, durch die Analyse von Suchtverläufen mit Fallbeispielen und die Nutzung des Suchtsacks (beinhaltet verschiedene Gegenstände, die unterschiedliche Süchte symbolisieren sollen, z.B. Schokolade, Bierflasche, Computerspiel), ihren eigenen Konsum mit wahrnehmen und reflektieren.

 

Annemarie Skubch(annemarie.skubch@suchtvorbeugung-dortmund.de)Gravatar: Annemarie SkubchPermalinkTrackback-Link
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Jahresprogramm 2018

FEEDBACK hält für 2018 ein Jahresprogramm vor. Es enthält Methodenschulungen, Vorträge sowie Informationen über die regulären Angebote der Fachstelle für Jugendberatung und Suchtvorbeugung Dortmund. Bei Fragen oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte direkt an die Mitarbeiter von FEEDBACK (per Tel. 0231 700 99 29 – 0 oder per E-Mail an info@feedback-dortmund.de).

Hier können Sie das Jahresprogramm 2018 direkt herunterladen:

Jahresprogramm_2018.pdf

Wir freuen uns bereits auf Ihre Anmeldung!

Der TÜV NORD zu Besuch bei FEEDBACK

 

Der TÜV NORD zu Besuch bei FEEDBACK

Heute waren Jugendliche der berufsvorbereitenden Maßnahmen des TÜV NORD bei uns zu Besuch. Die insgesamt 15 Jugendlichen nahmen an einer Suchtpräventiven Veranstaltung teil. Während der 3 ½ Stunden tauschten sich die Teilnehmenden über Wirkungsweisen von Substanzen, den Suchtverlauf aber auch über rechtliche Konsequenzen aus. Ebenfalls füllte jede Person ein Konsumdiagramm aus. Die Gruppe beteiligte sich aktiv an den einzelnen Übungen und war mit Spaß aber auch kritischen Rückfragen bei der Sache.

Wir freuen uns auf den geplanten Folgetermin, um spezifischer über einzelne Substanzen und dessen Risiken reden zu können.

Bis bald!

 

Was machst Du mit Alkohol? - Und Alkohol mit Dir?

Der ALK-Parcours ermöglicht Jugendliche eine interaktive Auseinandersetzung zum Themenbereich Alkoholkonsum. Er ist ein fester Bestandteil der Aktivitäten zum Thema Alkohol der NRW-Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“.

Ziel des ALK-Parcours ist es, bei den Heranwachsenden eine reflektierende Einstellung zum Alkoholkonsum zu fördern, damit sie einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol entwickeln.

Dass die Beschäftigung mit dieser Thematik auch ohne erhobenen Zeigefinger funktioniert, erfahren die Schülerinnen und Schüler beim Durchlaufen des ALK-Parcours.

Informationen zu Inhalt, Ablauf, Buchung können Sie dem Flyer entnehmen. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Bericht aus dem Treffpunkt "Frauen und Sucht"

Am 27. März  2012 referierte die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Frau Bindhu Markil aus der LWL Klinik in Dortmund, zum Thema „Folgen und Risiken von Medikamentenkonsum“. Neben aktuellem Zahlenmaterial und Statistiken ging es vor allem darum, Wirkungsweisen von Schmerzmitteln, Schlafmitteln und psychotropen Medikamenten, deren Einsatzmöglichkeiten und Folgeerscheinungen zu charakterisieren.
Eine lebhafte Diskussion gab es zu der Frage „Ab wann ist der Medikamentenkonsum riskant?“ Gerade im Hinblick auf Hintergründe, Diagnosen und Verbreitung von riskantem Medikamentenkonsum wurde deutlich, dass weit mehr Frauen als Männer betroffen sind und der riskante Einsatz von Medikamenten oft erst sehr spät für das Umfeld deutlich wird. Im Vergleich zu bspw. Alkohol können psychisch wirksame Medikamente viel länger die „Funktionsfähigkeit“ im Alltag gewährleisten, ohne dass es zu Auffälligkeiten kommt.
Weitere Informationen finden Sie in der PowerPoint Präsentation von Frau Markil.

Wie können Kinder und Jugendliche Medienkompetenz entwickeln?

Unter dem Motto “spielen, zappen, klicken- Digitale Medien als Unterrichtsthema", veranstaltete die Fachstelle für Suchtvorbeugung zwei Methodenworkshops für Multiplikatoren/innen aus den Bereichen Grund- und weiterführende Schulen und Jugendhilfe. Außerdem erfolgte für  Lehrende einer Dortmunder Gesamtschule eine Medienkompetenzfortbildung zur  Vorbereitung auf eine Projektwoche zum Thema Cybermobbing.

Bei allen Veranstaltungen wurde unter anderen die von der Fachstelle zusammengestellte Materialsammlung „M-Box“ zum Thema Neue Medien präsentiert. Sie enthält umfangreiches Info-Material, Link-Tipps, Filme und Unterrichtseinheiten rund um die Nutzung von Handy, Internet, Spielen und Chat. Einige Methoden konnten die Teilnehmenden exemplarisch gemeinsam ausprobieren. So wurden Medienkonsumprofile erstellt, ein Führerschein für das Internet erprobt und Begleitmaterial zu Filmen bearbeitet.

Das Thema Mediennutzung bei Jugendlichen, wurde auch der Veranstaltungen der Fachstelle im Fokus stehen. Neben dem am 02. März 2012 stattfindenden Fachtag Generation „Gefällt mir “ zur Förderung der Medienkompetenz werden weitere Fortbildungen zu diesem Thema folgen. Genauere Hinweise und Termine werden Sie auf unserer Homepage erfahren.

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