Treffpunkt: Frauen und Sucht im November 2011
Medizinische Folgeschäden von Suchterkrankungen
Mit der Fortsetzung des Fachvortrags zum Thema "Medizinische Folgeschäden von Suchterkrankungen" durch Gastreferent Dr. Möhring (Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie an der LWL Klinik Dortmund) beschloss der Treffpunkt: Frauen und Sucht das Jahr 2011.
Nach dem Dr. Möhring im Februar zum Thema "Medizinische Folgeschäden bei Alkoholkonsum" refe-riert hatte, legte er bei seinem aktuellen Vortrag den Focus auf Folgeschäden von Nikotin-, Cannabis- und Opiatkonsum. Hierbei erläuterte er zunächst die Verbreitung, Inhaltsstoffe und Wirkweise der ein-zelnen Suchtstoffe. Folgend erklärte er die langfristigen Begleiterscheinungen und Krankheitsbilder durch Substanzmissbrauch.
Mit detaillierten Beschreibungen zu den gesundheitlichen Folgen der einzelnen Substanzen konnte er neues Wissen für die Praktikerinnen vermitteln. So beschrieb u.a. die Zunahme von psychischen Er-krankungen bei Cannabiskonsumenten, welche auf die Potenzerhöhung des Wirkstoffs THC in Cannabis während der letzten Jahre zurückzuführen sei.
Im Bezug auf den Konsum von Nikotin wies Dr. Möhring ausdrücklich, darauf hin das es nie zu spät sei, mit dem Rauchen aufzuhören. Selbst langjährige Raucher könnten durch den Verzicht auf Zigaretten, ihr Risiko an schweren Krankheiten zu erkranken noch reduzieren.
Der Vortrag fand eine positive Resonanz, so dass es im Frühjahr einen dritten Termin zum Thema "Medizinische Folgeerkrankungen beim Medikamentenkonsum" folgen soll.
Die Termine für den Treffpunkt: Frauen und Sucht in 2012 sind:
• 24. Januar 2012
• 27. März 2012
• 15. Mai 2012
• 18. September 2012
• 20. November 2012
Die Themen zu den einzelnen Sitzungen werden noch bekannt gegeben.
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Bericht aus dem Treffpunkt "Frauen und Sucht"
Am 27. März 2012 referierte die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Frau Bindhu Markil aus der LWL Klinik in Dortmund, zum Thema „Folgen und Risiken von Medikamentenkonsum“. Neben aktuellem Zahlenmaterial und Statistiken ging es vor allem darum, Wirkungsweisen von Schmerzmitteln, Schlafmitteln und psychotropen Medikamenten, deren Einsatzmöglichkeiten und Folgeerscheinungen zu charakterisieren.
Eine lebhafte Diskussion gab es zu der Frage „Ab wann ist der Medikamentenkonsum riskant?“ Gerade im Hinblick auf Hintergründe, Diagnosen und Verbreitung von riskantem Medikamentenkonsum wurde deutlich, dass weit mehr Frauen als Männer betroffen sind und der riskante Einsatz von Medikamenten oft erst sehr spät für das Umfeld deutlich wird. Im Vergleich zu bspw. Alkohol können psychisch wirksame Medikamente viel länger die „Funktionsfähigkeit“ im Alltag gewährleisten, ohne dass es zu Auffälligkeiten kommt.
Weitere Informationen finden Sie in der PowerPoint Präsentation von Frau Markil.

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