MOVE - Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen
Fortbildungsbericht

Im Rahmen der Multiplikatorenarbeit führte die Fachstelle für Suchtvorbeugung erneut zwei Fortbildungen „MOVE - Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen“ im Oktober 2011 durch. Insgesamt nahmen 22 Teilnehmende aus den Arbeitsfeldern Schule und Jugendhilfe an den dreitägigen Angeboten teil.

Im Mittelpunkt der Fortbildung stand die Frage: Wie (riskant) konsumierende Jugendliche in Gesprächen erreicht werden können. Hierzu wurden unter fachlicher Anleitung verschiedene Gesprächssituationen geübt und auf die tägliche Arbeit der Teilnehmenden übertragen. Hauptaspekte dieser Übungen waren der Umgang mit Ambivalenzen im Gespräch, aktives Zuhören, das erkennen und benennen von Diskrepanzen, der Umgang mit Widerstand und Zuversicht zu ermitteln und stärken.
Neben dem fachlichen Umgang mit konsumierenden Jugendlichen und Substanzkunde, wurden rechtliche Grundlagen ebenso vermittelt, wie die eigene Haltung zu Drogen hinterfragt.

Aus der Sicht der Teilnehmenden bietet die Fortbildung eine sinnvolle Ergänzung in ihrer täglichen Arbeit. Sowohl für Berufseinsteiger als auch für erfahrene Praktikerinnen bietet MOVE die Möglichkeit, eigene Professionalität zu entwickeln und vorhandene Beratungskompetenzen zu stärken.
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Bericht aus dem Treffpunkt "Frauen und Sucht"
Am 27. März 2012 referierte die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Frau Bindhu Markil aus der LWL Klinik in Dortmund, zum Thema „Folgen und Risiken von Medikamentenkonsum“. Neben aktuellem Zahlenmaterial und Statistiken ging es vor allem darum, Wirkungsweisen von Schmerzmitteln, Schlafmitteln und psychotropen Medikamenten, deren Einsatzmöglichkeiten und Folgeerscheinungen zu charakterisieren.
Eine lebhafte Diskussion gab es zu der Frage „Ab wann ist der Medikamentenkonsum riskant?“ Gerade im Hinblick auf Hintergründe, Diagnosen und Verbreitung von riskantem Medikamentenkonsum wurde deutlich, dass weit mehr Frauen als Männer betroffen sind und der riskante Einsatz von Medikamenten oft erst sehr spät für das Umfeld deutlich wird. Im Vergleich zu bspw. Alkohol können psychisch wirksame Medikamente viel länger die „Funktionsfähigkeit“ im Alltag gewährleisten, ohne dass es zu Auffälligkeiten kommt.
Weitere Informationen finden Sie in der PowerPoint Präsentation von Frau Markil.

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