Filme in der Suchtprävention
Bericht Methodenworkshop Filme in der Suchtprävention
Am 27.10.2010 fand in der Fachstelle ein Methodenworkshop zum Einsatz von Spielfilmen in der Suchtprävention statt. Dabei ging es um interessante Produktionen für Jugendliche und junge Erwachsene, also Spielfilme, die nicht mit einem „pädagogischen Zeigefinger“ daherkommen. Im Workshop wurde vermittelt, wie man die Filme nutzen kann, um kreativ ins Gespräch zu kommen.
Zehn motivierte Fachkräfte aus Schule und Jugendhilfe konnten ausschnittsweise acht Filme anschauen mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Thema Drogen und Konsum. Dabei war vom klassischen Drogenfilmen „Trainspotting“ über Jugendfilme wie „Knallhart“ bis zur gut gemachten Pubertätsdoku „Prinzessinnenbad“ viel Auswahl dabei. Besonders der Spielfilm „Jargo“ hat es den Teilnehmenden angetan.
Der Film spielt in Berlin und alles dreht sich um den 15jährigen Jargo, der nach dem Selbstmord seines Vaters aus seiner arabischen Heimat nach Deutschland kommt und endlich “ein Mann” werden will. In seiner neuen Heimat findet der aufgeschlossene Junge Freunde in dem Nachbarsmädchen Emilia und dem Kleinkriminellen Kamil, der Jargo helfen will „ein Mann zu werden“ – Rauchen und Trinken gehören dazu. Bald aber kommt es zu Spannungen zwischen Kamil und Jargo, denn beide sind in die mysteriöse Mona verliebt.
Besonders gut fanden die Teilnehmenden, dass der Film eine authentische Jugendszene zeigt und viele Themen anspricht: Konsum von Alkohol, Nikotin und illegalisierten Drogen, Freundschaft, „Mannsein“ und Abgrenzung von Eltern.
Neben den Filmen konnten die Fachkräfte auch noch Methoden kennenlernen, wie diese Filme mit Jugendlichen vor- und nachbereitet werden können. So haben sich die Teilnehmenden gut als Dr. Sommer-Team geschlagen, zeichneten Comics und Storyboards oder inszenierten selber kleine Szenen.
Der Workshop ist gut angekommen und kann bei Nachfrage gerne wiederholt werden, also falls Sie Interesse haben, melden Sie sich einfach bei uns!!
Weitere Filmbeschreibungen finden Sie auf unserer Homepage unter Info-Material DVDs oder in unserer Mediothek.
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Bericht aus dem Treffpunkt "Frauen und Sucht"
Am 27. März 2012 referierte die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Frau Bindhu Markil aus der LWL Klinik in Dortmund, zum Thema „Folgen und Risiken von Medikamentenkonsum“. Neben aktuellem Zahlenmaterial und Statistiken ging es vor allem darum, Wirkungsweisen von Schmerzmitteln, Schlafmitteln und psychotropen Medikamenten, deren Einsatzmöglichkeiten und Folgeerscheinungen zu charakterisieren.
Eine lebhafte Diskussion gab es zu der Frage „Ab wann ist der Medikamentenkonsum riskant?“ Gerade im Hinblick auf Hintergründe, Diagnosen und Verbreitung von riskantem Medikamentenkonsum wurde deutlich, dass weit mehr Frauen als Männer betroffen sind und der riskante Einsatz von Medikamenten oft erst sehr spät für das Umfeld deutlich wird. Im Vergleich zu bspw. Alkohol können psychisch wirksame Medikamente viel länger die „Funktionsfähigkeit“ im Alltag gewährleisten, ohne dass es zu Auffälligkeiten kommt.
Weitere Informationen finden Sie in der PowerPoint Präsentation von Frau Markil.
